Rund um Wagyu

Wagyu heißt übersetzt „japanisches Rind" und steht für eine besondere Rinderasse japanischen Ursprungs. Besser bekannt ist die Rasse unter dem Namen „Kobe-Rinder", wobei diese Rinder nur örtlich begrenzt, wie der Name schon sagt, aus der japanischen Region Kobe kommen, aber ebenfalls zur Rasse Wagyu gehören.
Der Name Koberind oder auch Kobefleisch unterliegt einem Gebietsschutz, der sich auf die Region Kobe, in der japanischen Präfektur Hyogo, bezieht.
Nur Wagyurinder, die in dieser Region Kobe geboren, aufgezogen, gemästet und geschlachtet wurden dürfen den berühmten Namen „Kobe" tragen. Vergleichbar ist dies mit dem „Champagner".

Genauso verhält es sich mit Wagyurindern aus der benachbarten Stadt Matsusaka in der Präfektur Mie. Matsusaka -Fleisch ist in der Regel von weiblichen Tieren und extrem marmoriert. Nur Fleisch von Rindern aus Matsusaka darf sich auch so nennen.
Wagyu Rinder haben ein meist schwarzes, kurzes und glattes Haarkleid, wobei es auch rot bis rotbraune Tiere gibt (in Deutschland ca. 2%). Die Klauen sind dunkelbraun bis schwarz, bei roten Tieren hell. Es ist ein mittelrahmiges Rind mit leichem Kopf und kräftiger Vorderhand. Das Rind weist harmonische Übergänge und eine nahezu horizontale Beckenlage auf. Es hat wenig bis mäßig gekrümmte Hörner mit kräftigem Ansatz. Eine genetische Hornlosigkeit ist möglich und kommt auch vor. Sie weisen je nach Geschlecht ein Gewicht von 650kg bis zu 1000kg auf. 

Das besondere dieser Rinder ist das Fleisch, welches zu den teuersten und exklusivsten Nahrungsmitteln der Welt gezählt wird. Es zeichnet sich durch ausgespochene Zartheit, Saftigkeit sowie durch einen würzigen Geschmack aus. Neben der dünnen Fettauflage wird das Fleisch von einer gleichmäßigen Marmorierung durchzogen.Die Fettverteilung sorgt für den satten, vollen Geschmack. Das Wagyu-Fleisch hat einen bis zu 50 % höheren Anteil an ungesättigten Fettsäuren als andere Rinderrassen.

Produktionseigenschaften

 

Zu Fragen über Zuchtreife, Zwischenkalbezeit, Fütterungssystem, die besten Trägertiere und weitere Eckdaten können Sie sich an den Verband wenden.

Massage und Bier für japanische Wagyu-Rinder

Reiswein, Bier und Wellness: Bekannt ist das Wagyu- oder Koberind auch durch die besonderen Aufzuchtmethoden die nicht nur in der japanischen Region Kobe praktiziert werden. Täglich werden die Tiere zwei bis drei Stunden zu klassischer Musik massiert und dabei mit Reiswein besprüht.
In Japan ist die landwirtschaftliche Fläche sehr wenig, deshalb werden viele Rinder ausschließlich im Stall gehalten und haben selten freien Auslauf.
In Deutschland wachsen die Rinder natürlich auf und haben täglich freien Auslauf.

Zusätzlich erhalten die teuersten Rinder der Welt ein besonderes Kraftfutter auf Basis von Getreide, Rüben, Kartoffeln sowie Bier zu trinken. Die genaue Fütterung wird von jedem Züchter geheim gehalten, wie ein Kochrezept!
Die aufwändige Wellnessbehandlung ist nicht uneigennützig, denn so bildet sich angeblich eine spezielle Fettauflage, die dem Wagyu Fleisch später seine besondere Qualität verleiht.
Ein Landwirt in Japan kann nur wenige Rinder halten. Doch der Verkauf eines einzigen Kobe Rindes reicht, um seine Familie ein Jahr lang zu ernähren. Auf den japanischen Rindermärkten werden für reinrassige Koberinder Preise im sechstelligen Euro-Bereich erzielt.

Wagyu nur in Japan?

Nach wie vor ist der Export von lebenden Rindern oder deren Samen verboten.

Die heutige Population außerhalb Japans entstand aus Tieren die zu wissenschaftlichen Zwecken Mitte der 90er Jahre nach USA exportiert wurden. In Australien, den USA und Kanada gibt es mittlerweile die größten Wagyuherden. Einige haben sich auf die Zucht, andere auf die Fleischproduktion konzentriert. 2015 erlangten drei Schlachtereien in Japan die EU -Zertifizierung, sodass geringe Mengen an Wagyu-Fleisch in die EU-importiert werden können. In Deutschland kamen 2006 die ersten Wagyutiere zur Welt.

Das Fleisch

Das Fleisch zeichnet sich durch seine ausgesprochene Zartheit, Saftigkeit sowie durch einen würzigen Geschmack aus. Es hat eine dünne Fettauflage und gleichzeitig wird das Fleisch von einer gleichmäßigen und extrem feinen Marmorierung (intra muskuläres Fett) durchzogen.
Diese Eigenschaften haben das Wagyufleisch vor allem für die Spitzengastronomie interessant gemacht. Die feine Fettverteilung im gesamten Muskelfleisch des Rindes, die das Fleisch mit einem tiefen Aroma versorgt, ist entscheidend für den satten, vollen Geschmack, den wohl niemand, der in den Genuss kam sich dieses zarte Fleisch auf der Zunge zergehen zu lassen, jemals wieder vergessen kann. Als angenehmen Nebeneffekt hat das Wagyu Fleisch bis zu 50 % höheren Anteil an ungesättigten Fettsäuren als andere Rinderrassen.
Amerikanische Marketing Profis sprechen schon von Cholesterin senkenden Wagyu-Kuren, was sich allerdings angesichts der hohen Preise für das Fleisch leicht „auf den Magen schlagen könnte".

Hier ein paar Anregungen zum Zubereiten von Wagyu.

Stöbern Sie in unserem Rezepteschatz von namhaften Köchen und Wagyu-Genießern!

Verband

Wagyu Verband Deutschland e.V.

Hofer Str. 5c
09224 Mittelbach bei Chemnitz

info@wagyuverband.com

Gästebuch

Besuchen sie unser Gästebuch. Wir freuen uns über Ihre Fragen, Nachrichten und Kommentare. Klicken Sie bitte hier.

Druckversion Druckversion | Sitemap
© Wagyu Verband Deutschland e.V.