Wagyu - Kobe ???
Wagyu heißt übersetzt „japanisches Rind“ und steht für eine besondere
Rinderasse japanischen Ursprungs. Besser bekannt ist die Rasse unter
dem Namen „Kobe-Rinder“, wobei diese Rinder nur örtlich begrenzt, wie
der Name schon sagt, aus der japanischen Region Kobe kommen, aber
ebenfalls zur Rasse Wagyu gehören.
Der Name Koberind oder auch
Kobefleisch unterliegt einem Gebietsschutz, der sich auf die Region
Kobe, in der japanischen Präfektur Hyogo, bezieht.
Nur Wagyurinder,
die in dieser Region Kobe geboren, aufgezogen, gemästet und geschlachtet
wurden dürfen den berühmten Namen „Kobe“ tragen. Vergleichbar ist dies
mit dem „Champagner“.
Wagyu Rinder sind meist schwarz, wobei es auch
rot Tiere gibt. Es ist ein mittelrahmiges Rind, mit einem Gewicht je
nach Geschlecht von 600kg bis zu 1000kg.
Das besondere dieser Rinder ist das Fleisch, welches zu den teuersten und exclusivsten Nahrungsmitteln der Welt gezählt.
Massage und Bier für japanische Wagyu-Rinder
Reiswein, Bier und Wellness: Bekannt ist das Wagyu- oder Koberind
auch durch die besonderen Aufzuchtmethoden die nicht nur in der
japanischen Region Kobe praktiziert werden. Täglich werden die Tiere
zwei bis drei Stunden zu klassischer Musik massiert und dabei mit
Reiswein besprüht.
In Japan ist die landwirtschaftliche Fläche sehr
wenig, deshalb werden viele Rinder ausschließlich im Stall gehalten und
haben selten freien Auslauf.
In Deutschland wachsen die Rinder natürlich auf und haben täglich freien Auslauf.
Zusätzlich erhalten die teuersten Rinder der Welt ein besonderes
Kraftfutter auf Basis von Getreide, Rüben, Kartoffeln sowie Bier zu
trinken. Die genaue Fütterung wird von jedem Züchter geheim gehalten,
wie ein Kochrezept!
Die aufwändige Wellnessbehandlung ist nicht
uneigennützig, denn so bildet sich angeblich eine spezielle Fettauflage,
die dem Wagyu Fleisch später seine besondere Qualität verleiht.
Ein
Landwirt in Japan kann nur wenige Rinder halten. Doch der Verkauf eines
einzigen Kobe Rindes reicht, um seine Familie ein Jahr lang zu ernähren.
Auf den japanischen Rindermärkten werden für reinrassige Koberinder
Preise im sechstelligen Euro-Bereich erzielt.
Wagyu nur in Japan?
Nach wie vor ist der Export von Fleisch aus Japan, geschweige denn von lebenden Rindern oder deren Samen streng verboten.
Die heutige Population außerhalb Japans entstand aus Tieren die zu
wissenschaftlichen Zwecken Mitte der 90er Jahre nach USA exportiert
wurden. In Australien, den USA und Kanada gibt es mittlerweile die
größten Wagyuherden. Einige haben sich auf die Zucht, andere auf die
Fleischproduktion konzentriert.
In Deutschland kamen 2006 die ersten Wagyutiere zur Welt.











