Aktuelles

Bauernpräsident Joachim Rukwied besucht den Wagyu-Stand auf der Grünen Woche

Grüne Woche Berlin 2017 - IGW- Erlebnis-Bauernhof

Zum dritten Mal ist der erfreulich wachsende Wagyu-Verband mit einem Stand auf der Grünen Woche Berlin vertreten. Obwohl die IGW eigentlich eine Verbrauchermesse ist, kommen erstaunlich viele Landwirte, Journalisten und Verbandsvertreter zum Wagyu-Verbandsstand. Präsident Klaus Möbius, Midland Wagyu, Schatzmeister Hans-Jürgen Kühl,  Eidertal Wagyu, Ronald Haake, Havel Wagyu, Fynn Marquardt, Holstein Wagyu, Gesche Fürsen, Florian Richter, Taubertal Wagyu, Uwe Jerathe und Heike Gundlich, Wagyu Genetics, informierten unentwegt die interessierten Besucher. Im täglichen, vielfältigen Programm des ErlebnisBauernhof-TV-Studios bekleidet der Verband einen festen Platz. Dazu gehört vor allem die Wagyu -Showküche, in der der Vize-Küchenchef, Thomas Lade, des 2-Sterne Restaurants des Hotel Adlon, Berlin, am ersten Sonntag der IGW ein Wagyu-Flanksteak mit Olivengnocchi zubereitete. Rezept siehe unten. Die verteilten Kostproben fanden reißenden Absatz. Im Interview mit Moderatorin Helena Felixberger ließ Hans-Jürgen Kühl das Publikum an seinem reichen Wissen über Wagyu teilnehmen. Insbesondere seine plastische Darstellung ´vom "ersten Biss in Wagyu-Fleisch", der wie der "erste Kuss von einem Mädchen" unvergesslich sei, erzeugte viele Lacher. Zusammen mit der Fleischerinnung, Fleischermeisterin Ulrike Piwonka, kreierte der Wagyuverband "Wagyu-Gourmetwürstchen", deren Erlös der Welthungerhilfe zugute kommen wird. Der Norddeutsche Rundfunk - Welle Nord schickte eine Reporterin, die die Aktion medial begleitete. Insbesondere das in norddeutscher Mundart geführte Interview mit Hans-Jürgen Kühl fand den Beifall der Moderatorin Rebekka Merholz. Auch Bauernpräsident Joachim Rukwied beehrte den Verband mit einem Besuch und fachsimpelte mit WAGYU-Präsident Klaus Möbius über die Wagyu-Haltung als 2. Standbein für Milchviehhalter und die Marmorierung der Rasse Wagyu. Beim Genuss des eigens für ihn zubereiteten Wagyu-Miniburger ließ Präsident Rukwied wissen, dass der "Geschmack ihm lange erhalten bliebe". Auch viele Verbandsmitglieder nutzten die Gelegenheit, mit den Standvertretern zu fachsimpeln. Mitglied Sepp Krätz, German Wagyu Academy, erfreute die fleißigen Standbetreuer mit seinen frisch zubereiteten Wagyuwürsten, die sogleich zusammen mit Landesinnungsmeister Werner Braun, Bayr. Fleischerinnung, verkostet wurden. Am Pferch der Wagyus in der Tierhalle drehte Carmen Hanken, Witwe des Knochenbrechers Tamme Hanken, mit einem Fernsehteam von Kabel 1, einen Beitrag zu Ehren ihres Mannes. Darüber hinaus gelang bei einem Gespräch mit Vertretern der Bundesregierung zum Thema Herdbuchführung ein fachlicher Input bei Entscheidungsträgern. Schauen Sie auch auf die unterhaltsamen Talks, die agrarheute.com-Show und die Sendung „Grüne Woche Spezial" des Medienpartners tv.berlin. <<<

Wagyu ist mehr als „from farm to fork",  es ist ein Ideal, eine Philosophie guten Fleisches!

Schautiere Wagyu auf der Bühne Eurotier 2016

Eurotier 2016 -  "Wir kennen jetzt Wagyu"

 Der Stand auf der Eurotier 2016 in Gemeinschaft mit dem Bund deutscher Fleischrinder (BDF) war ein großer Erfolg. Die Standbesucher zeigten ein großes Interesse an der Rasse Wagyu und fragten – im Gegensatz zu 2014 - sehr konkret nach Einzelheiten. Dies zeigt, dass die Züchter die Rasse mittlerweile ernsthaft im Blick haben.

Im engagierten Einsatz berieten die Standbetreuer unermüdlich, denn viele Besucher kamen gezielt an den Stand um sich im Gespräch zu informieren. Das "Know How" an Wagyu wurde von den Verbandsvertretern gerne und fundiert weiter gegeben. Die häufigsten Fragen waren "Wo bekommt man Embryonen her und wie sind die Mastbedingungen? Die konkreten Fragen spiegeln die Alternativensuche in der gesamten Rinderbranche wider und es konnten ganz gezielt neue Interessenten für die Rasse Wagyu angesprochen werden.
Eine hohe Aufmerksamkeit gelang auch durch die gelungenen Bühnenauftritte der Kuh mit Kalb von Eidertal Wagyu. Schatzmeister Hans-Jürgen Kühl auf der Bühne vermittelte dem interessierten Publikum frische Eindrücke und Wissenswertes zu Wagyu.

Recht herzlich wollen wir uns an dieser Stelle bei der Fleischrinderfamilie unter Anleitung des BDF für die erfolgreiche Standkooperation bedanken. Wagyu behauptet einen festen Platz in der Riege der Fleischerzeuger, der nicht mehr wegzudenken ist.

Der Vorstand

2. European Wagyu Gala

2. European Wagyu Gala - Hof Holtmann Münsterland

am 09. - 10. September 2016! 

 

Am 9./10. September 2016 fand die zweite Wagyu-Auktion auf dem Hof Holtmann in Münster statt. Melanie und Reinhard Holtmann sowie Dr. Hubertus Diers, Prisma Gen, konnten wieder internationale Kundschaft aus sieben europäischen Ländern begrüßen, die den Stellenwert dieser Veranstaltung mit ihrer Anwesenheit verdeutlichten.
Die Auktion startete am Freitagabend mit einer Wagyu-Gala mit 250 Gästen in der festlich geschmückten Halle auf dem Hof Holtmann. Die Moderation hielt der bekannte Moderator Harry Wijnvoord.
Robert Meyer, der Vizeweltmeister im Grillen, Vizepräsident der World Barbecue Association und Mitglied im Wagyu-Verband, sorgte mit seinen Mitarbeitern aus Gronau für einen unvergesslichen Abend mit einem fantastisch zubereitetem Wagyu - Dinner. Im Gespräch mit den Kollegen verriet Robert Meyer, dass er pro Gast 800g Wagyu Fleisch (mit Knochen) rechnete und dass keine Reste übrig geblieben seien! Verbandspräsident Klaus Möbius, selbst passionierter Wagyu-Züchter und – Koch, lobte die fantastische Zubereitung des 3-Gang-Dinners. Gutsherr Reinhard Holtmann äußerte sich begeistert über die Resonanz der Gala, für die er weitere 100 Karten hätte verkaufen können.
Eine besondere Note verlieh der Norddeutsche Rundfunk (NDR) der Auktion am Tag darauf. Er war zu Besuch, um Junglandwirt Gerd Bayer aus Niederstetten bei der Auswahl und Ersteigerung von Tieren zu filmen. Motto: "Wie man zum ersten Wagyu kommt". Gerd Bayer will den Hof seines Vaters mit 40 ha Grünland und 90 ha Ackerland übernehmen und will dabei unter anderem auf Wagyu-Zucht und –Haltung setzen. Ein Kamerateam des NDR begleitete ihn den ganzen Auktionstag über mit großer technischer Ausstattung.
Eine weitere Neuerung bot Patrick Balster von der R+V Allgemeine Versicherung AG an seinem Stand an. Als Wagyu-Züchter und Versicherungsfachmann kennt er sich mit den speziellen Themen rund um Wagyu gut aus, sodass er seit letztem Jahr extra für die Bedürfnisse der Züchter und Halter von Wagyu Versicherungen anbietet (Tel. 0151-26415164), - selbstverständlich auch für andere Rassen!
Auf dem Hof und in der Auktionshalle liefen im Vorfeld die verschiedensten Programme ab. Ein Höhepunkt war sicherlich "Der Mann, der die Messer wirft". Xiao Wang, der enge Beziehungen zum Wagyu-Verband und zu Verbandsmitglied Lucki Maurer unterhält, zeigte seine Kunst dem interessierten Publikum beim Showkochen, bis die Auktion startete. Hier zu Rezepttipps von Xiao Wang. Neben Jim Hoskens, Baycroft Wagyu Farm, Wisconsin, USA, und Dr. Hubertus Diers als Pedigreeleser auf der Bühne, legte sich der bekannte Auktionator Andreas Aebi mit vier Ringmen ins Zeug.
Die überzeugende Qualität der aufgetriebenen 43 Tiere wurde durch großes Kaufinteresse und eine zügige Auktion bestätigt. Erstmals waren auch Bieter per Internet zugelassen. Die 20 weiblichen Fullblood –Tiere erlösten im Schnitt 11.075 Euro. Vier Bullen erbrachten durchschnittlich 6.000 Euro. Daneben gab es Embryonenpakete; für einen Embryo mit weiblich gesextem Sperma von Tayasu 533 FB13499 aus Sakura 513 ergab sich der Höchstpreis 2.200 Euro. Ein Schlachtochse ging für 3.700 Euro zu seinem neuen Eigentümer. Der Tageshöchstpreis wurde für die Nr. 21. Elisif 793 ET FB 22021 geboten. Die Ausnahmekuh ging für 29.000 Euro nach Schleswig-Holstein. Nach dem Höchstpreis im letzten Jahr von 27.500 Euro wird deutlich, dass im Wagyu-Bereich noch Luft nach oben ist. Der Vorsitzende des Wagyu-Verbandes Klaus Möbius beglückwünschte alle Beschicker und Organisatoren auf der Bühne. Sie können auf eine klasse Veranstaltung zurückblicken. Der anschließende Züchterabend mit viel Fachsimpelei ging erst spät in der Nacht zu Ende. Bei schönem Wetter und guter Stimmung war die Wagyu-Auktion auf dem perfekt vorbereiteten Hof von Familie Holtmann unter Aufbietung aller familiären Kräfte ein voller Erfolg.
Wir wünschen allen Käufern alles Gute und viel Erfolg mit ihren Tieren. Die nächste Wagyu-Auktion ist am 8./9. September 2017.

Heike Gundlich

                                                   

Frohe Weihnachten und einen guten Rutsch!

Jahresrückblick 2016

Das Jahr 2016 war für die Freunde der Rasse Wagyu sehr erfolgreich. Nach einem großartigen Einstieg mit der Grünen Woche 2016, in der das besondere Fleisch des Wagyu von Adlon-Koch Thomas Lade vor großem Publikum zubereitet und in  "Kleinst-Häppchen" zur Verkostung gegeben wurde, trafen sich die Züchter im Juli im Havelland zur Jahrestagung. Neben den großen strategischen und perspektivischen Themen, z.B. in welche – auch internationale - Richtung es mit Zucht und Verband gehen soll, waren die vergleichsweise kleinen Besprechungsthemen enorm wichtig. Der Aufwand des Züchtens, die züchterischen Anforderungen und die veterinärrechtlichen Bedingungen im internationalen Wagyu-Markt bestimmten die Zusammenkunft. Das Rahmenprogramm, gestaltet von Havel-Wagyu tat sein Übriges zum Gelingen.

Ein weiterer Höhepunkt im Wagyu-Jahr war die 2. Internationale Wagyu-Gala auf dem Hof Holtmann im Münsterland. Das Interesse aus dem Ausland, die erzielten Preise und der Absatz zeigen, dass der internationale Markt eine immer entscheidendere Rolle spielt. Über EU-Grenzen hinweg ist die deutsche Wagyu – Zucht ein Schwergewicht geworden.

Das Wagyu-Jahr wurde durch die Verbandsaktivitäten auf der Eurotier 2016 beschlossen. Nahezu ohne Pause berieten unsere ehrenamtlichen Verbandsvertreter Züchter und Interessenten. Auffallend war dabei, dass sehr spezifische und fundierte Auskünfte zu Zucht und Mast eingefordert wurden, was zeigt, dass die Rasse Wagyu im Bewusstsein der Kollegen anderer Züchtervereinigungen angekommen ist.

Auch im nächsten Jahr wird es wieder ereignisreich. Versprochen. Allen Lesern, allen Freunden und Haltern von Wagyu ein besinnliches Weihnachtsfest und frohen Jahresausklang sowie Gesundheit und glückliche Hand in Feld und Stall.

Der Vorstand

Glückwunsch zum 125. Mitglied des Wagyu Verbands

Siebo Evers - hier mit seines Frau Sarah Paasche - erhielt als 125. Mitglied den bekannten Wein des Wagyu Verbandes als Gratulationsgeschenk.

Das herzliche Willkommen wurde am festlichen Abend unter dem Applaus aller Mitglieder ausgesprochen. 

Für den Vorstand:Klaus Möbius

 

èHier zur Vorstellung einzelner Mitglieder des Wagyu Verbandes

Besuch bei Havel-WAGYU in Sachsen-Anhalt

Jahrestreffen des Wagyu Verbandes an der Havel vom 1.-3. Juli 2016 - mit Mr. Graham Truscott, dem Geschäftsführer des Australischen Wagyu Verbandes

Am Jahrestreffen 2016 des Wagyu Verbandes war züchtericher Gastgeber Havel-Wagyu in Havelberg. Im Arthotel Kiebitzberg begrüßte Vorsitzender Klaus Möbius am Samstagmorgen die Mitglieder und informierte über die neuesten Entwicklungen im Verband und im Verbandsgebiet. Der Verband wuchs seit seiner Gründung 2008 innerhalb von 8 Jahren von 9 Mitgliedern auf 135 Mitglieder (Stand Juli 2016) und 50 Herdbuchbetriebe (Stand 2015). Der Wagyu Verband setzt sich weiterhin für eine einheitliche Zuchtarbeit, eine international einheitliche Formulierung der Zuchtziele und Rassebeschreibungen und Öffentlichkeitsarbeit ein. Sehr erfreulich ist, dass über keine Rasse in den letzten Monaten so viel medial berichtet wurde, wie über Wagyu. Die Berichte erstreckten sich über Beiträge in den Printmedien (Beef, überregionale Zeitungen, regionale Berichte u.a.), Fernsehbeiträgen auf diversen Kanälen von "arte" bis hin zu "Bauer sucht Frau", Messeberichten (Grüne Woche, Eurotier u.a.).  Aufgrund des Wachstums des Verbandes wird es wichtiger, die Kommunikation zu Zucht, Mast und Vermarktung zu intensivieren und zu kanalisieren, um die Bündelung der Interessen der Mitglieder für den Verband gewährleisten zu können. Klaus Möbius infomierte tagesaktuell über Zertifizierungsverfahren in Brüssel, die anstehenden Verhandlungen zur einheitlichen Rassebeschreibung, Merkmale für einen Breedplan (Zuchtwertschätzung), Verdrängungskreuzungen und genetische Besonderheiten. Vorsitzender Klaus Möbius bedankte sich recht herzlich beim Vorbereitungsteam, das sich mit seinem ehrenamtlichen Engagement sehr verdient gemacht hat. Mitglieder, die nicht an der Jahrestagung teilnehmen konnten, können sich mit Fragen gerne an den Vorstand wenden. 

 

Nach dem Bericht des Vorsitzenden Klaus Möbius hielt der bekannte CEO der Australian Wagyu Association Graham Truscott einen äußerst interessanten und ausführlichen Vortrag über die globale Wagyu Situation, die australische Wagyu Produktion, die Erwartungen an die Wagyu Markt-Situation und wie sich die australischen Züchter darauf einstellen werden. Ebenfalls informativ waren die Ausführungen zu den verschiedenen Wagyu-Blutlinien, die Wagyu Zucht, zum Fleischbewertungssystem und den erzielbaren Preisen pro kg Beef und Marbling. Australien ist mit 90.000 Wagyu pro Jahr ein aus deutscher Sicht gigantischer Zucht- und Mastbetrieb für Wagyu. Große Aufmerksamkeit fand sein Exkurs zu den besten Wagyu-Märkten in der Welt und welche Entwicklungen in Zukunft von den australischen Züchter- und Mästerkollegen zu erwarten sind. Der australische Zuchtverband gab ein Gutachten in Auftrag, dessen Ergebnisse der CEO vorstellte. Die präsentierten Zahlen beeindruckten die Mitglieder und lassen für die Zukunft noch einiges erwarten. Graham Truscott beantwortete nach seinem Vortrag detailiert die Fragen der Mitglieder. 

 

Nachmittags ging es zu einer Schiffahrt auf die Havel, die von Vertretern des NABU mit Informationen zur Renaturierung begleitet wurde und auch von den Verbandsmitgliedern zum regen Austausch über die Wagyu-Zucht und Vermarktung genutzt wurde. Am Abend genossen die Teilnehmer - mit Blick auf die Havel von der Terrasse - ein Grillbuffett "Wagyu satt" von Grillmeister Matthias Ganzer, Arthotel Kibietzberg. Neben Wagyu-Tartar, Wagyu Tafelspitz, Wagyu-Bratwürsten gab es Wagyu-Steak, Wagyu-Ragout sowie Wagyu Buletten. Das Wagyu mit Marmorierung 11 stammte von Havel-Wagyu, Ronald Haake und Andreas Schröder GbR. 

Am Sonntag lud Havel Wagyu nach Kuhlhausen zur Betriebsbesichtigung ein. Havel Wagyu ist Sachsen-Anhalts erster Herdbuchzuchtbetrieb sowie Gründungsmitglied des Deutschen Wagyu Verbandes und wirtschaftet nach biologischen Grundlagen - allerdings ohne biozertifiert zu sein. Direkt nach der Wende bekamen die Eltern von Ronald Haake und Andreas Schröder als Wiedereinrichter die ehemals eigenen Flächen von der LPG zurück und ihre Söhne bauen seit 1999 kontinuierlich den Betrieb aus. Mittlerweile bewirtschaften die beiden Familien einen eigenen Hofladen (Tel. 039382-31350), 300 ha Land, davon 140 ha Grünland, teilweise im Überflutungsgebiet der Havel. Derzeit stehen 38 Fullblood Wagyu, 11 Trächtigkeiten und Kreuzungs- sowie Trägertiere (insbesondere Uckermärker) auf dem Betrieb, der noch wachsen soll. Vermarktet wird das Fleisch an Hotels und Gastronomie sowie an einen festen Privatkundenstamm. Nach einem leckeren Fisch-Imbiss aus Havel und Elbe starteten die Teilnehmer nach Hause. Graham Truscott und seine Frau nutzen die Gelegenheit, Geschäftspartner zu treffen und sich Deutschland anzusehen. Unsere früheren Jahrestreffen - hier.  Heike Gundlich

Jahrestreffen des Wagyuverbandes an der Havel vom 1.-3. Juli 2016 - mit Mr. Graham Truscott, dem Geschäftsführer des Australischen Wagyuverbandes

2016 findet das Jahrestreffen des Wagyuverbandes vom 1. - 3. Juli 2016 in Havelberg statt. Züchtericher Gastgeber wird Havel-Wagyu sein. Wir haben das ganze Hotel für uns reserviert, sodass die gesamte Veranstaltung im ArtHotel Kiebitzberg stattfinden kann. Der bekannte CEO der Australian Wagyu Association, Graham Truscott, wird zu den Themen Produktionskette, Standardisierungen, Vermarktung u.a. sprechen. Mit Blick auf die Havel werden wir sicherlich zu guten Beratungsabschlüssen an der Mitgliederversammlung am Samstagmorgen gelangen. Neben dem Züchterabend am Freitag wird es ein Grillbuffett "Wagyu satt" am Samstagabend geben, ebenso ein interessantes Rahmenprogramm (u.a. Stadtrundfahrt, Havelberger Dom, Havel-Schiffahrt). Am Sonntag Fahrt nach Kuhlhausen zur Betriebsbesichtigung. Bitte die Züchterinformationen lesen! Von Nichtmitgliedern wird ein Beitrag von 300,- Euro erhoben (exklusive Hotelkosten). Wer sich noch nicht angemeldet hat:  arthotel@kiebitzberg.de - Stichwort Wagyuverband. www.arthotel-kiebitzberg.de. Alternative in 10 Fußminuten Entfernung ist das Hotel "Am Hafen" www.hotel-havelberg.de, Tel 039387-72870, Kennwort "Wagyuverband". Weitere Vorschläge: www.havelberg.de. Unsere früheren Treffen - hier. 

Gundlich

Der Wagyu-Verband e.V. auf der Grünen Woche Berlin

Einladung zur Grünen Woche Berlin 2016 - Wagyu-Stand

 

Auch im Jahr 2016 ist der Wagyu-Verband e.V. auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin vertreten.

Vom 15. Januar 2016 - 24. Januar 2016, finden Sie uns in Halle 3.2, Stand 136 auf dem Erlebnisbauernhof..

Am 15.,18., und 24. Januar 2015 von 11.00 Uhr bis 11.30 Uhr wird Adlon-Koch Thomas Lade Fleisch vom Wagyu in einer Koch-Show zubereiten. Wie im letzten Jahr (hier) wird mit großem Besucherandrang gerechnet, dem Sous Chef Thomas Lade sich wieder gewachsen zeigen wird. Ein Frontcooking mit TV Berlin steht am 19. Januar um 13.00 bis 13.45 Uhr auf dem Programm. Züchter, Interessenten und Kunden sind herzlich eingeladen, mit uns ins Gespräch über Zucht, Vermarktung und Verarbeitung von Wagyu, unsere Verbandstätigkeit und anderes zu kommen. Es werden immer 4-5 Mitglieder des Wagyu-Verbandes den Stand betreuen. weitere Infos unter www.ima-agrar.de

Nach dem großen Interesse der Messebesucher am Wagyu Bullen Kenshin von Havel-Wagyu im letzten Jahr, präsentiert Mitglied Josef Krätz in Halle 25 am Stand C101 der Bayern-Genetik ein Wagyu Bullenkalb.                                            

Präsident Möbius, Steffen Schäfer, Uwe Jerathe, Ronald Haake und Ulrike Kalb beim Standeinsatz

European Wagyu Gala - Hof Holtmann Münster am 11. - 12. September 2015 begeisterte Züchter und Besucher! 

Der Wagyu-Abend der European-Wagyu-Gala im Hotel Mövenpick, Münster, am Freitag, 11. September 2015, stimmte die dreihundert Züchter und Wagyu-Freunde aus vielen Staaten der Welt auf die Auktion am Nachfolgetag ein. Der beliebte Moderator Harry Wijnvoord und DFB-Koch Holger Stromberg gestalteten den Abend mehrsprachig mit unterhaltsamer und interessanter Moderation und hervorragendem Essen inklusive Frontcooking mit Wagyu-Kostproben auf der Bühne im Europasaal. Neben den Veranstaltern Melanie und Reinhard Holtman, Hof Holtmann, und Dr. Hubertus Diers, WWS Germany, sprach Wagyu-Verbandspräsident Klaus Möbius Grußworte.

Am darauffolgenden Auktionstag auf dem Hof Holtmann bot der Wagyuverband seinen Mitgliedern Gelegenheit, sich und ihre Betriebe im Vorfeld der Auktion zu präsentieren, welche gerne genutzt wurde und reges Interesse bei Fachpublikum, Züchtern und Gästen fand. Im Laufe der Veranstaltung traten fünf neue Mitglieder dem Wagyuverband bei. Eine Anerkennung für die Rasse Wagyu, für die Auktion selbst sowie für die Leistungen der Vertreter des Wagyuverbandes! 

Wagyu- Gourmets und insbesondere Gastronomen erhielten wertvolle Tipps zur Wagyu-Zubereitung beim morgendlichen Grillworkshop. Die ständig virulente Gastronomie- und Metzgerfrage: „Was macht man mit dem Wagyu-Vorderviertel?“ näherte sich bis zum Mittag einer zufriedenstellenden Antwort.

Die spätere Auktion mit 43 Losen wurde vom bekannten Rinderauktionator Andreas Aebi, Schweiz, sowie fünf Ringmen zusammen mit Wagyu-Experte Jim Hoskens, USA, kompetent durchgeführt. Die zur Auktion stehenden Tiere waren frei von genetischen Defekten und wiesen hervorragende Abstammung auf, deren Qualität die Erlöse in der Versteigerung widerspiegelten. Den höchsten Preis der Auktion mit 27.500,- Euro erzielte MS Dai Da La vom 26. Dezember 2013, Genestar Marbling: +0,66 (1%), Palatability Index 588 (1%), mit drei Embryonen von Shigeshigetani 542 FB 14299, die nach Litauen ging. Des Weiteren wechselte für 21.000 Euro eine Kuh, Genestar Marbling: 0,71 (1%) und Palatability Index 497 (4%) mit Mutterkalb den Eigentümer, erfreulicherweise wird das wertvolle Tier von Misako FB 5768 und Hirashigetayasu 001 im Verbandsgebiet verbleiben. Der teuerste Bulle erbrachte 10.000,- Euro. Die Auktions-Rinder erzielten einen Durchschnittspreis bei weiblichen Tieren von 14.238,46,- Euro und 4.920,- Euro bei männlichen Tieren. Die einliefernden Züchter und Beschicker zeigten große Zufriedenheit über den Verlauf der fast vierstündigen Auktion und den erzielten Preisen. Klaus Möbius, Präsident des Wagyuverbandes, ehrte die Veranstalter mit dem Verbandsteller für die gute Organisation und die rundum gelungene Veranstaltung, die den hohen Wert und Anspruch der Rasse Wagyu unterstrich.

Präsident Möbius informierte weiterhin über die Versteigerung einer Roten Wagyu – Färse am 9. Oktober 2015 und zum Termin der 2. Wagyu-Gala am 9. und 10. September 2016 in Münster-Albachten.                                                        

Besuch auf Chateaux Wagyu

Jahreshauptversammlung Wagyuverband in Bad Tölz vom 3. – 5. Juli 2015                                    in English

Das Jahrestreffen der Mitglieder des Bundesverbandes der deutschen Wagyu-Züchter am ersten Juli-Wochenende 2015 führte uns in den Süden der Bundesrepublik nach Königsdorf bei Bad Tölz. Im Rahmen der Eröffnung der Jahrestagung hieß der Vorsitzende Klaus Möbius die neu eingetretenen Mitglieder im Bundesverband willkommen. Insbesondere in Bayern erhöhte sich die Anzahl der Wagyu-Züchter enorm. Es ist festzustellen, dass viele Betriebsinhaber von anderen Betriebsschwerpunkten zur Wagyu-Zucht wechseln. Vorsitzender Klaus Möbius betonte, dass vor allem für Milchviehhalter die Wagyu-Zucht ein zusätzliches Standbein bieten könne. Die Blutlinien im Verbandsgebiet zählen zu den erfolgreichsten weltweit. Einige Punkte aus dem Tätigkeitsbericht des Vorstandes sollen hier kurz erwähnt werden.

Die Eurotier Hannover und die Teilnahme an der Grünen Woche waren eine Chance zur Bekanntmachung der Rasse Wagyu und des Verbandes selbst und zeigten großen Erfolg.

An der World Wagyu Konferenz in Australien nahm eine Delegation des Wagyu-Verbandes Deutschland e.V. teil. Neben wichtigen Züchterkontakten ergaben sich neue Eindrücke und Erkenntnisse für die Wagyu-Zucht. Die Fotos und der Bericht von Beiratsmitglied Ronald Haake von der World Wagyu Konferenz in Australien fanden großes Interesse bei den übrigen Verbandsmitgliedern (siehe Bericht weiter unten). Vorsitzender Klaus Möbius sieht für die Wagyu-Züchter in Deutschland positive Zukunftsaussichten, da in den USA gehandelte Preise für Jährlingsfärsen und Trächtigkeiten Rekordpreise erzielten und dieser Trend nach Europa gelangen wird. Die Themen Vermarktung und Vermarktungsstrategien werden den Verband weiterhin beschäftigen, aber auch die künftige strategische Ausrichtung der Zucht. Schatzmeister Hans-Jürgen Kühl freute sich über seinen „aufgeweckten“ und „modernen“ Verband, dessen stetig wachsender Mitgliedsbestand die substantielle Möglichkeit sichert, an der weiteren Präsenz und Bekanntmachung der Rasse Wagyu und des Verbandes zu arbeiten. Die Kassenprüfer Patrick Hecht und Uwe Jerathe bestätigten in ihrem Bericht zur aktuellen Kassenprüfung die positive Finanzlage und die Korrektheit der Verbandsbuchführung, so dass der Vorstand von der Mitgliederversammlung entsprechend entlastet wurde.

 

Frau Anne Menrath vom Bund deutscher Fleischrinder informierte über die Voraussetzungen der Herdbuchführung in Deutschland und Herr Michael Pohlers, Fa. Agrobiogen, stellte Maßnahmen und Hilfestellungen für die Wagyu-Zucht vor. Der Vortrag von Professor Dr.Steffen Maak, Leibniz Institut Dummerstorf, über die züchterischen Hintergründe und Einflussmöglichkeiten auf die Fett- und Fleischqualität – mit Betonung auf der Rassebesonderheit Wagyu – rundete den offiziellen Teil des Jahrestreffens ab. Reinhard Holtmann von Wagyu –Münsterland und Dr. Hubertus Diers informierten zum Stand der Vorbereitungen und Verlauf der Europäischen Wagyu Gala am 11./12. September 2015 in Münster, der ersten Veranstaltung dieser Art in Europa (siehe Einladung unten), wozu noch einmal eine herzliche Einladung erging.

 

Am Nachmittag ging es im vollbesetzten Bus zur Wanderung in eines der größten historischen Almdörfer ins Karwendelgebirge in Österreich auf die Enger Alm. Dieser Ausflug ging an fünfhundert Kühen unterschiedlichster Rassen vorbei und war eine schöne Vorbereitung auf den anschließenden feierlichen Züchterabend, den der bekannte Koch Xiao Wang und Lucky Maurer mit Helfer Marinus als Kobe-Beef Frontcooking gestalteten.

Mit fließenden Bewegungen und artistisch anmutenden Messerbewegungen bereitete Xiao Wang wie im Spiel mehrere Gänge auf dem Grilltisch zu. Der Andrang und das Interesse waren enorm. Spätestens als er ein großes Ei wie einen Tischtennisball auf der Kelle hüpfen ließ, bevor es passgenau auf der Schmalseite der Kelle mitten auf dem Grilltisch in zwei Hälften zerbrach, standen die Anwesenden in seinem Bann.

Die Züchter sahen unter seinen Händen der Zubereitung von wertvollem Kobe-Beef zu. Das vor der Zubereitung herumgereichte Kobe-Beef, z.Teil Marbling 12, fand große Anerkennung bei den versierten Wagyu-Kennern und regelmäßigen Wagyu-Genießern. Kobe-Beef darf erst seit kurzem in die Europäische Union importiert werden, da erforderliche EU-Zertifizierungen lange nicht vorlagen. Zum ersten Gang wurde es mit in Wagyu-Fett geröstetem chinesischem Knoblauch und Fleur de Sel serviert. Dazu gab es Yaki Soba (=japanisches Nudelgericht). Es folgten weitere Spezialitäten mit Kobe-Beef (Zutaten und Bilder hier).

Der letzte Tag war reserviert für einen Besuch im Chateaux Wagyu, Heimkreit bei Bad Tölz.Auf einer malerischen Anhöhe gelegen und von Koppeln und Weiden umrahmt, ist das Anwesen ein Ort der Schönheit und Ruhe. Die Chefin des Hauses, Christine Müller Gut, begrüßte ihre Züchterkollegen mit herzlicher Freundschaft und zeigte zusammen mit ihrer Familie den gepflegten, mehrgebäudigen Hof, der neben Wagyu Zucht und Mast auch Fohlenaufzucht betreibt. Nach Hof- und Herdenbesichtigung und der obligatorischen Fachsimpelei wartete ein klassisches, bayrisches Weißwurstfrühstück auf die Besucher, welches sich mit Informationsaustausch rund um die Wagyu-Zucht sehr lebhaft gestaltete.

Fazit: Ein gelungene Jahreshauptversammlung, dessen Informationsgehalt über die wissenschaftlichen Rahmenbedingungen der Zuchttiere in Deutschland sich mit geselligen Wagyu-Freuden abwechselte.

Zum Vormerken: Die nächste Jahreshauptversammlung findet vom 1.-3. Juli 2016 statt.

Heike Gundlich

 

Mitglieder der deutschen Delegation bei der Welt-Wagyu-Konferenz in Australien

Mai 2015

Ein Reisebericht aus Australien

(oder wie aus meet and greet ganz schnell meat and breed werden kann)

 

Einführend ist zu sagen, dass alle Mitreisenden eine wahnsinnig interessante Zeit in Australien erleben durften, mit bemerkenswerten Eindrücken und tollen Kontakten zu anderen Teilnehmern, die sich rund um das Thema Wagyu informiert haben.

Am Freitag, den 8 Mai ging das Boardmeeting pünktlich um 9 Uhr los. Die Begrüßung übernahm die Australien Wagyu Association (AWA) unter der Leitung von Scott de Bruin. Die deutsche 5-köpfige Abordnung nahm an der Konferenz unter Führung des Verbandspräsidenten Klaus Möbius teil. Nach einer kurzen Vorstellungsrunde der einzelnen Wagyu-Verbände, die an der Konferenz teil nahmen, wurden einige organisatorische Dinge besprochen. So soll die nächste Welt- Wagyu-Konferenz in USA abgehalten werden. Dies erfolgt dann turnusmäßig im vierjährigen Rhythmus - jeweils in einem anderen Land.

Nachmittags stand ein Besuch auf einem Betrieb, unweit vom Hotel an, wo interessante Fachbeiträge zu hören waren. Man erläuterte dasThema ABRI (Herdbuch) und auch die genetischen Untersuchungen (EBV’s); wie diese zu deuten sind und wie auf deren Basis sich auch Vorberechnungen für die Nachkommen erzielen lassen.Es wurden aber auch die damit verbundenen unbekannten Parameter angesprochen, die keine Korrelation zwischen dem Messergebnis zum Zeitpunkt der Messung und der Schlachtung zulassen, da teilweise etliche Monate dazwischen liegen. Einen eindeutigen Wert bringt nur die Kameraauswertung vom Schlachtkörper. Dies wird auch mit typgleichen Kameras in Australien konsequent verfolgt. Gene-Star und Igenity bringt hier ebenfalls nur eingeschränkt Informationen, die hinsichtlich einer Zuchtentwicklung bessere Erkenntnisse liefern. Diese Testreihen basieren auf einer Testpopulation von etwa 20.000 Angus-Rindern und es besteht hier nur eine sehr geringe Korrelation zu Wagyu-Rindern. Dies bedeutet, dass diese Tests für züchterische Anforderungen nur suboptimal sind, und Ergebnisse nur bedingt aussagefähig sind.

Das Thema Erbfehler wurde während der gesamten Konferenz quasi nicht thematisiert. Dass es diese sowohl bei den Wagyu-Rindern wie auch bei allen anderen Rinderrassen gibt, ist den Australiern durchaus bewusst. Tiere werden auch im Bedarfsfall getestet, jedoch wir ein gutes Tier nicht über den Erbfehlerstatus definiert. Ich denke, dass wir Europäer hier einfach mal die Kirche im Dorf lassen sollten und nicht dieses Thema als Alleinstellungsmerkmal bei allen unternehmerischen Aktivitäten voranstellen sollten. Nichts wird so heiß gegessen wie es gekocht wird.

Der CEO der AWA Graham Truscott gab zudem Ausblicke über die Wagyu-Zucht in Australien innerhalb der nächsten Jahre. Da die Mittelschicht der Weltbevölkerung die nächsten Jahre stetig wächst, wird auch die Nachfrage nach Premium- Produkten ungebremst hoch sein. Wenn die prognostizierte Nachfrage höher als das Angebot an Wagyu-Fleisch ist, werden auch die Preise in diesem Segment stabil bleiben, was

wiederum eine gute Zukunftsperspektive für alle Wagyu-Züchter weltweit darstellt.

Als Praxisbeitrag wurden nachmittags Tiere vom „Wagyu-Papst“ Shogo Takeda in Augenschein genommen und bewertet. Die Begegnung war eine einmalige Gelegenheit, die 89 jährige Wagyu-Legende kennen zu lernen. Bei einer abendlichen Cocktail-Party auf dem Homestad ließen wir dann den Tag bei ersten Gesprächen, künstlerischen Einlagen von Aboriginal-Gruppen, Western-Reiter und kühlen Getränken ausklingen.

Am Samstag eröffnete Senator Matthew Canavan die Veranstaltung, gefolgt von einer Gesangseinlage der Mädchenchorgruppe vom St. Ursula’s College. Danach sprach erneut Shogo Takeda über seine Lebensgeschichte und über seinen Auftrag und Traum, den er sich zur Lebensaufgabe gemacht hat, Wagyu Beef für alle Menschen - auch außerhalb Japans - zugänglich zu machen. Anschließend berichtete Chris Walker, ehemaliger Westholme-Besitzer und Wagyu-Pionier, wie er über Um- und Abwege zu seiner Wagyu-

Zucht in Australien gekommen ist. Seine Lebensgeschichte ist filmreif und noch heute ist die Genetik der Westholme-Farm auf praktisch allen Betrieben in Australien vorzufinden.

Weitere Fachbeiträge von anderen Teilnehmern aus dem In-und Ausland informierten bzgl. Vermarktung und der Wertsteigerung bei klassifiziertem Fleisch (Branded Beef). So wird jetzt schon auf der Vermarktungsschiene zwischen F1-F4 bis hin zu Purebred und Fullblood unterschieden. Purebred wird das Fleisch ab der 5.Generation genannt, wenn es über Verdrängungskreuzung produziert wird. F1 hat einen Wagyu –Anteil von 50 %, F2 von 75 % usw. Von einem amerikanischen Gastsprecher wurde gefordert, dass das Fleisch dementsprechend gekennzeichnet werden soll, damit der Kunde Transparenz über das angebotene Produkt hat. Wie eine nationale und internationale Lösung bzgl. Branded Beef aussehen könnte, soll in den nächsten Jahren durch die Verbände erarbeitet werden. Es waren sich jedoch alle Gesprächspartner einig, dass nur Wagyu Fullblood-Beef als solches gekennzeichnet werden wird, wenn es sich auch tatsächlich darum handelt.

Im Rahmen der Konferenz fand nachmittags eine Auktion statt. Hier wurden Tiere, Samen und Embryonen versteigert. Der durchschnittliche Preis für eine der über 40 Positionen lag bei über 4.100 AUD (1,40 AUD ca. 1 € - Anm. d. Red.) Die Auktion wurde sehr kurzweilig durch einen Veranstalter abgehalten und Lacher blieben nicht aus. Bei der anschließenden Podiumsdiskussion konnten Fragen an Züchter, Mäster und Vermarkter gestellt werden. Das

Gala-Dinner am Abend war einer der Höhepunkte des Tages und macht diesen zu einem unvergesslichen Erlebnis. Die AWA hatte hierzu Chefköche aus ganz Australien einfliegen lassen, die die rund 400 Gäste bekochten. Auf der Speisekarte standen Wagyu-Filet, Roastbeef, Shabu Shabu u.a. Dazu gab es selbstverständlich die korrespondierenden Weine. In Verbindung mit dem Gala-Abend fand auch eine Beef-Prämierung statt, bei der australische Erzeuger eine Fleischprobe eingereicht hatten. Alle prämierten Fleischklassen konnten dann am Sonntag bei einem BBQ getestet und unter die Lupe genommen werden. Den Abschluss des Abends bildete eine Wohltätigkeits-Auktion zu Gunsten der „Flying Doktors“, eine Ärztevereinigung, die mit kleinen Propellermaschinen bei Notfällen im australischen Outback zu Hilfe kommt.

Ein prämiertes 3-kg Fleischpaket wurde hier z.B. für 12.000 AUD versteigert, was einen Kilopreis von 4.000 AUD entspricht. Diese Auktion brachte die traumhafte Summe von knapp 70.000 AUD zustande, was alle Erwartungen übertraf.

Am Sonntag eröffnete die Tagung eine Sprecherin zum Thema gesunde Ernährung und den Schmelzpunkt von ungesättigten Fettsäuren. Dieser Vortrag war ziemlich interessant und bereichernd. Ein paar Erkenntnisse, die sich aus Feldversuchen hunderter Schlachtkörper ergeben haben:

+ Der Grad der Marmorierung ist bei Fullblood Tieren signifikant höher als bei Crossbred.

+ Rindfleisch mit einem niedrigeren Schmelzpunkt ist gesünder und schmeckt besser.

+ Wagyu-Fleisch hat einen niedrigeren Schmelzpunkt im Vergleich mit anderem Rindfleisch.

+ Bei Wagyu liegt die durchschnittliche Schmelztemperatur vom Fett bei 38,1°C bei mehr als 100 untersuchten Tieren. Im Vergleich liegt die Schmelztemperatur bei Angus im Feldversuch bei 39,6°C.

+ Der Schmelzpunkt ist der einfachste Weg gesundes Fett zu identifizieren. So liegt z.B. der Schmelzpunkt bei Rapsöl bei -10 Grad und ist somit ein sehr gesundes Fett.

+ Eine reine Grasfütterung erhöht im Feldversuch die Schmelztemperatur vom Fleisch, was ungünstig ist.

+ Eine langsame Mast begünstigt eine tiefere Schmelztemperatur.

Darüber hinaus wurde noch in einem weiteren Beitrag die Vermarktungsmöglichkeiten von Wagyu-Fleisch in Asien erläutert, da diese Länder für das australische Premiumfleisch aufgrund der geografischen Nähe im Allgemeinen einen wichtigen Absatzmarkt darstellen.

Der anschließende Lunch und das BBQ waren vielversprechend, wobei manche prämierte hochmarmorierte Fleischklassen schon beinahe 'zuviel des Guten' für Mitglieder der deutschen Abordnung darstellten. Alles in allem jedoch eine einmalige Gelegenheit Wagyu-Beef verschiedenster Kategorien en block zu testen. Als der Hunger mit feinstem Wagyu –Fleisch gestillt war, ging es dann auf die lang ersehnte Outback-Tour ins Hinterland von Queensland. Die Reise führt mit dem Bus nach Emerald, das etwa fünf Fahrstunden entfernt von Rockhampton liegt. Dort checkten wir dann im Hotel ein und ließen den Abend bei einem Büffet ausklingen.

Als erster Besuch stand die Bar H Grazing Farm an. Die Familie Hornery betreibt diese mit rund 8.000 ha Fläche. Nach einigen Vorführung wie Camp Drafting (eine Art Westernreiten) und einer Peitschenkünstlershow ging es dann weit hinaus auf die landwirtschaftlichen Flächen. Unter anderem sahen die Teilnehmer auch wie Helikopter in der Praxis zum Treiben der Rinder eingesetzt werden. Dies war ziemlich beeindruckend, aber aufgrund der Größe der Farmen auch notwendig. Den Mitreisenden wurden im Anschluss zahlreiche Cross- und Fullbloodtiere gezeigt, wobei die Stammbäume dieser Tiere auch in Deutschland auf Betrieben vertreten sind. Die Offenheit, die uns die Farmbesitzer entgegenbrachten war einfach nur genial. So blieb keine Frage offen, was uns sicherlich züchterisch weiterbringen wird. Auch das Thema Spülungen wurden ausgiebig diskutiert. Bei den Australiern wird in drei Qualitätsstufen eingeordnet, wobei bei einer Spülung 10-15 Embryonen als die ideale Menge gilt. Auch wurden uns Drillingskälber gezeigt, die aus nur einem einzigen eingesetzten Embryo entstanden sind. Das war schlicht und einfach „amazing“. Nach einem leckeren Lunch ging es dann auf ein Feedlot (Mastbetrieb) von AACo. Hier durften wir nicht aussteigen, sondern wurden per Bus durchs Feedlot gefahren.

Auf dem Feedlot werden die Tiere zur Mast gehalten und sind in der Regel zwischen 200-500 Tage, basierend auf den Kundenwünschen und den Anforderungen ans Schlachtgewicht, dort. Das verursacht in der Regel Kosten zwischen 1.500-3.000 AUD. Alle Tiere werden dort intensiv gefüttert und wenn ich von allen spreche, spreche ich von 18.000 Rindern. Dies ist eines von sieben Feedlots, die AACo in ganz Australien betreibt. AACo ist auch der größte Fleischvermarkter in Australien und hat sich auf die Vermarktung von Wagyu (FB oder Crossbred) spezialisiert. Das Einkreuzen mit roten Wagyu hat AACo jedoch aufgegeben, da dies bzgl. Marmorierungsgrad nicht die gewünschten Ergebnisse ergab. An dieser Stelle ist zu erwähnen, dass die roten Wagyus von der Struktur her nicht mit den Schwarzen vergleichbar sind, dennoch brachte einer Position von 6 roten Wagyu-Embryonen bei der Auktionsversteigerung an der Konferenz stolze 12.000 AUD ein. Somit scheint es auch hier Nachfrage und einen Markt zu geben.

Die Mortalitätsrate auf den Feedlots beträgt ca. 1%, was sicherlich ein gutes Ergebnis darstellt. Auch ist der Futterverbrauch von 250 t am Tag gigantisch. Alles wird just in time dem Feedlot zugeführt, da solche Lagerkapazitäten gar nicht realisierbar wären. Die Teilnehmer konnten einige interessante Informationen zur Futterzusammensetzung erhalten, die uns sicherlich in der Mast sehr behilflich sein werden. Das Futter besteht im Wesentlichen aus 5 Komponenten und wird prozentual von Mischwägen individuell für die jeweiligen Lots angemischt. Über die Lots sind kleine Segel gespannt, die den Tieren ein wenig Schatten spenden sollen. Dennoch denke ich, dass die Tiere selbst jetzt im Winter bei tagsüber durchschnittlich 28°C einem Dauerstress bzgl. der Hitze ausgesetzt sind. Für uns nicht vorstellbar, wie dies erst im Sommer ist. Auch sahen wir an den verschiedenen Lots EU-Zertifizierungen angebracht. Bei durchweg allen Lots handelte es sich um Kreuzungstiere. AACo schlachtet (processing) in der Woche 700 Crossbred Rinder. Nur alle 4 Wochen wird ein Fullblood-Stier geschlachtet.

Jetzt kann sich jeder selbst ausrechnen, was da über diverse Feinkosthändler als Wagyu- Fleisch aus Australien auf deutschen Tellern landet!

Am Dienstag ging es dann weiter zur May Downs Station von Darren Hamblin, wo 4.000 Tiere auf 16.000 ha Land untergebracht sind. Dieser Betrieb setzt Fullblood-Bullen gezielt zum Kreuzen auf Angus und Shorthorn ein. Wie anderswo ist auch hier das Bestreben, mehr Marmorierung ins Fleisch zu bekommen. Der durchschnittliche Marmorierungsgrad von Crossbred liegt hier zwischen 5-6, was dem australischen Durchschnitt von Qualitätsfleisch entspricht. Darren führt genaue Aufzeichnungen bzgl. der Ergebnisse seiner Schlachtkörper. Auf einer Grafik zeigte er uns eindrucksvoll, welcher Bulle in Sachen Marmorierung die

besten Ergebnisse beim Einkreuzen bringt: Michifuku (ein schwarzer Tajima-Bulle). Hier wurde uns auch gezeigt, wie Eizellen aus einem Tier für die In-Vitro-Befruchtung gewonnen werden. Bei uns ist das

praktisch nur in einer Tierklinik möglich, in Australien wird dies in einem Behandlungsstand auf der Ranch bei

30°C Außentemperatur durchgeführt. Auch wurden wir auf die Augenkrankheiten bei den Tieren aufmerksam gemacht. Durch die Tränenflüssigkeit und das feuchte Milieu um die Augen, werden Fliegen angelockt, die dann ihre Eier ablegen, was zu keinem schönen Anblick führt und sicherlich auch für die Tiere sehr schmerzhaft ist. Als kleiner Trost wurde uns gesagt, dass die Wagyus hierbei nicht so anfällig sind wie andere Rassen. Machen kann man jedoch dagegen relativ wenig. Es bleibt nur abzuwarten, bis die Mückensaison vorbei ist und sich die Augenpartien wieder erholt haben. Auf der Farmfläche ist relativ viel Büffelgras zwischen den Brigalow-Bäumern angebaut, was jedoch derzeit aufgrund der Trockenheit alles dürr war und die Tiere momentan somit „Heu am Stiel“ fressen.

Nach dem Lunch ging es dann weiter zu Paul Harris, einer weiteren Größe in der Wagyu-Zucht. Wir fuhren mit dem Bus ca. 12 km abseits der öffentlichen Strasse bis endlich seine Farm auftauchte. Selbstredend, dass wir uns während dieser Fahrt die ganze Zeit auf einer privaten Strasse durch sein Farmland bewegten. Die Landkosten betragen hier ca. 800-1.000€ pro ha. Auf dieser Farm wurden mehrere Dämme zur Stauung des Wassers aus zwei Flüssen gebaut. Ein System aus Pumpen versorgt alle Weideflächen mit Wasser. Auf diesem Betrieb sind ca. 7.500 Tiere untergebracht, davon ca. 3.000 Fullblood und Purebred Wagyus. Die

männlichen Tiere werden mit ca. 6-8 Monaten blutig kastriert, enthornt, und bekommen ein Brandzeichen und eine Ohrenmarke. Die Ausfallrate / Mortalität kann bei diesem Eingriff bis zu 25% betragen. Auf die Nachfrage ob es bei den Wagyus auch hornlose Genetik gibt, war die Antwort eindeutig.

Alle Fullblood-Tiere haben Hörner. Es gibt lediglich bei den Purebred hornlose Genetik, die dann über Verdrängungskreuzung einen relativ hohen Wagyu-Anteil hat. Ein Zuchtbucheintrag von Purebreds ist in Deutschland nicht möglich, da nur Fullblood Tiere eintragungsfähig sind. Auf dem Betrieb wurden uns Ultraschalluntersuchungen bzgl. Trächtigkeitsuntersuchungen vorgeführt. Als die Entscheidung für die Rasse Wagyu vor einigen Jahren gefallen ist, wurden 1.500 Wagyu-Embryonen in einem einzigen Jahr in Brahmanen eingepflanzt. Diese Tiere bildeten den Grundstock für die Zucht von Kreuzungstieren auf der Farm. Zu den Besonderheiten dieses Betriebs ist noch zu sagen, dass hier große Flächen von Leucaena (Weißkopfmimose) angebaut werden. Hierbei handelt es sich um eine immergrüne Pflanze, die als Strauch angebaut wird und die als Nahrungsquelle für die Tiere dient. Die Blätter haben einen sehr hohen Anteil an Protein und sind sozusagen die „Eiscreme“ für die Rinder. Der letzte Abend wurde nach einem gemeinsamen Abendessen

und einem anschließenden Pub-Besuch bei einigen Drinks und guten Gespräch beendet.

Der letzte Tag hatte zweifelsohne ein weiteres Highlight auf dem Plan.

Nach dem Frühstück stand ein Besuch auf Tierawoomba Station an. Der Besitzer Peter Hughes macht seinem

Namen alle Ehre, denn der Grundbesitz ist ziemlich huge (groß). Die Familie besitzt insgesamt 2,4 Mio Hektar Land, welches sich auf fünf Farmen in ganz Australien verteilt. Dazu kommt ein Tierbestand von rund 140.000 Rindern. Uns wurde eindrucksvoll ein kleiner Teil (einige hundert Tiere) der Fullblood und Purebred –Herde vorgeführt. Die einzelnen Farmen haben unterschiedliche wirtschaftliche Ausrichtungen. So gibt es z.B. Stationen, die rein für die Nachzucht arbeiten und andere, die nur auf die Fleischproduktion von Crossbred

(F1-F4) ausgelegt sind. Die männlichen Fresser gehen mit ca. 350 kg auf die Feedlots (Mastbetriebe) von AACo, wo die Tiere dann bis zum Schlachten gemästet werden. Allein auf dieser Farm, sind das mehr als 10.000 Tiere jährlich. Alles in allem ergibt das gesamte Unternehmen eine wirtschaftliche Einheit, die sich die Familien-Dynastie seit 1872 Schritt für Schritt aufgebaut hat. Nach einer beeindruckenden Präsentation stand dann auch schon der letzte Lunch an. Hier wurde Wagyu-Brisket in Erdmulden auf Kohlefeuer (Camp Oven

Damper) traditionell zubereitet. Auch dies war wie in den vergangenen Tagen ein echter geschmacklicher Hochgenuss.

Nach interessanten Gesprächen mit dem Besitzer und den Beschäftigten stand nachmittags die Rückreise durchs Outback nach Rockhampton an. Gegen 6 Uhr abends erreichten wir wieder den Ausgangspunkt unserer Reise. Es wurden Hände geschüttelt und herzliche Verabschiedungen ausgesprochen, bevor sich die ganze Reisegesellschaft auflöste und den individuellen Heimweg antrat.

Alles in allem kann man sagen, dass diese Exkursion ein unvergessliches Erlebnis war, welches uns sicherlich nachhaltig beeinflussen wird. An dieser Stelle im Namen des gesamten Verbandes nochmals vielen Dank an die Australien Wagyu Association (AWA), die alles perfekt geplant und organisiert hat, so dass unser Trip zu einem vollen Erfolg wurde.

Vielen Dank für eure Gastfreundschaft.

 

Thomas Spang, Virngrund Wagyu

Feedlot (Mastbetrieb) von AACo mit 18.000 Tieren (Mastzeit 200-500 Tage)
Australisches Wagyufleisch
May Downs Station mit 4.000 Tiere auf 16.000 ha. Fullblood-Bullen werden zum Kreuzen auf Angus und Shorthorn eingesetzt

Hessischer Fleischrindertag 2015 in Alsfeld

 

Wagyu in der Riege der etablierten Rinderrassen in Deutschland angekommen. Auf dem Hessischen Fleischrindertag in Alsfeld wurde erstmals eine Färse der Rasse Wagyu versteigert. Sie gehört zu den besten 5% der Wagyu-Population. Vater Yojimbo (das Pedigree weist die Tajima-Blutlinie mit 81% auf) und Mutter Isi (Fujioshi-Linie). Die zum Teil internationale Kundschaft aus Rumänien, Serbien sowie Österreich verfolgte gespannt die vom Auktionator in der vorangegangenen Angus-Versteigerung angeheizte Stimmung in der vollbesetzten Hessenhalle. Das Wagyu präsentierte sich von seiner besten Seite und wurde nach der Versteigerung zur Rocky-Melodie unter Spontanbeifall der ganzen Halle aus dem Ring geführt. Obwohl diese Schau von Martin Henz, Vorstand ZBH, als „einmalig in Deutschland" bezeichnet wurde und somit ein sehr guter Qualitätsstandard besteht, erreichte Isi WG 020 den höchsten Preis, der jemals für ein Fleischrind in Alsfeld vermerkt wurde. Die Yojimbo-Tochter ging mit zwei Embryonen im Paket an einen deutschen Züchter und bleibt dem Verband im Verbandsgebiet erhalten. Seitens des Wagyu-Verbandes empfiehlt es sich für alle Wagyu-Züchter, ihre Landesverbände zu kontaktieren und Tiere auf deren Schauen zu schicken.

 

Wagyustand auf der Grünen Woche Berlin 2015

 

Der neue Stand war ein voller Erfolg für unsere Wagyu-Gemeinschaft und passte ebenso hervorragend in das Konzept des Erlebnis-Bauernhofes in Halle 3.2 zu Tierwohl und Nachhaltigkeit. Strategisch platziert auf dem Knotenpunkt zwischen Bio-Halle, Tierhalle, Essensstand Jakobshof Beelitz und der Bühne war der Bulle Kenshin von Havel-Wagyu ein Publikumsmagnet und Eyecatcher für die 325.000 Besucher der Halle. Zeitweise war das Interesse der Besucher an Wagyu-Themen so groß, dass sogar fünf Standbetreuer ohne Freiraum unaufhörlich berieten. Mehrmals am Tag führte die Kinderbetreuerin des Erlebnis-Bauernhofes junge Messebesucher an den Stand und stellte Fragen zum Wagyu-Bullen.
Nach anfänglichen Unruhezuständen ertrug Kenshin – regelmäßig gebürstet und von Strohhälmen befreit – gleichmütig die hohe Aufmerksamkeit. Die geführte Blindentour der IGW besuchte den Wagyu-Stand und ließ sich von Andreas Schröder, Havel-Wagyu, mittels Mikrofon und Kopfhörern zu Haltung und Fleischqualität informieren. Für die Teilnehmer bedeutete das Fühlen und Streicheln des weichen Felles von Kenshin ein zusätzliches Sinnenerlebnis auf der Grünen Woche, welches begeistert aufgenommen und kommentiert wurde. Auch die Privatgruppe taubstummer Besucher brachte mit ihren ausladenden Gesten Kenshin nicht aus der Ruhe und ebenso geduldig stand er der Berliner Malerin Evelyn Sureck für eine Portraitzeichnung Modell.
Zum Bericht über den Bullen auf der IGW
Überdurchschnittlich viele Fragen zu Wagyu und Fleisch beantworteten im Lauf der zehn Messetage: Vorsitzender Klaus Möbius und Vorstand Hans-Jürgen Kühl, Melanie und Reinhard Holtmann und die Auszubildenden Domenic van der Velde und Johannes Quas - Münsterland Wagyu, Ronald Haake und Andreas Schröder – Havel Wagyu, Uwe Jerathe und Heike Gundlich von Wagyu – Genetics. Hans-Jürgen Kühl, Vorstand, hielt die Fäden der Organisation souverän in Händen. In abwechselnder Folge war zu organisieren, zu motivieren, zu buchen, zu fahren, zu loben, zu telefonieren, Absprachen zu treffen und anderes mehr. Nichts schien für ihn zu viel. Selbst Verabredungen für nächstes Jahr sind bereits erfolgt und fixiert!
Der Wagyuverband präsentierte Wagyu im Laufe der Messe viermal in der Showküche des Erlebnis-Bauernhof-TV. Als Kochgäste und Produktboten begrüßte Vorsitzender Klaus Möbius: Thomas Lade, Junior Sous Chef Adlon Berlin; Brigitte Steinwender, Kochexpertin der Landfrauen und Grilllehrer Andreas Bräuer von der 1. Deutschen Grill – und BBQ-Schule Erfurt. Durch die Sendungen führte Moderator Boris Knoblich, Berlin. Ein breiter Ansturm auf die Kostproben nach Ende der Kochshows spiegelte das hohe Interesse der Besucher wider. 
Zu den Kochshows

 

https://www.facebook.com/fnlerlebnisbauernhof?fref=ts

Zum Auftakt der Grünen Woche 2015: Vorstand Hans-Jürgen Kühl (3. v. rechts) mit weiteren neuen Ausstellern beim Interview auf der IGW Bühne Berlin

Link zur Website von Wagyu International (in English):

 

http://www.wagyuinternational.com/global_Germany.php

 

Schlusswort

 

Ein Verein lebt durch seine Mitglieder und nicht nur durch den Mitgliedsbeitrag !
Bitte beteiligt Euch aktiv, bringt Eure Erfahrungen und Vorschläge ein, um unseren Verein voranzubringen!
Autor: Ronald Haake, Beirat des Vorstandes

Verband

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Hofer Str. 5c
09224 Mittelbach bei Chemnitz

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